Historie

Alternativtext

Die Sportschule "Egidius Braun" blickt auf eine lange Geschichte zurück. Angefangen bei der Gründung des "Sportpark Nordost" im Jahr 1958 als Sportanlage verschiedener Leipziger Vereine, entwickelte sich das Areal mit zunehmender Dauer zu einem wichtigen Stützpunkt für den Leistungsfußball.

Als 1995 der Sächsische Fußball-Verband die Sportschule übernahm, wurden Investitionen im Wert von ca. 18 Mio. Deutsche Mark in das Gelände investiert und damit gute Bedingungen für den Fußball und andere Sportarten wie Tennis geschaffen.

Seitdem fungiert die Sportschule "Egidius Braun" als wichtiger Austragungsort für nationale und internationale Veranstaltungen (z.B. "100 Jahre Deutscher Fußball-Bund") sowie als Wettkampf- und Trainingsstätte zahlreicher Vereine und Nationalmannschaften. 

Geschichte von 1958 bis 1989

1958
Mit dem Zusammenschluss verschiedener Leipziger Vereine zur BSG Rotation Leipzig 1950 benötigten die Sportler/-innen eine eigene Anlage für den Trainings- und Wettkampfbetrieb. Unter der Leitung von Dr. Heinz Schöbel (IOC-Mitglied) errichteten die Mitglieder der Sportgemeinschaft auf dem Gelände einer Schuttkippe aus dem 2. Weltkrieg von 1958 bis 1966 in Abtnaundorf eine eigene Sportanlage und tauften diese "Sportpark Nordost". Mit einfacher Technik und vielen fleißigen Helfern konnte nach acht Jahren Bauzeit und über 200.000 Aufbaustunden die Arbeit im Sportpark abgeschlossen werden.

1966
Am 11. Dezember 1966 wurde mit Fertigstellung des Klubheims die Anlage eingeweiht. Die Lage des Sportparkes, die Sportflächen und auch das Klubheim boten nun hervorragende Bedingungen für die Athleten. Demzufolge rückte der "Sportpark Nordost" zunehmend auch in den Fokus des Leistungssports, so dass die Anlage vermehrt als Vorbereitungsstützpunkt für Länderspiele der DDR-Nationalmannschaft diente. 

1976
Am 1. September 1976 wurde zwischen der BSG Rotation und dem DTSB ein Vertrag über die Nutzung des Sportparks abgeschlossen. Bis 1979 wurde die Anlage gemeinsam von den Mitgliedern der BSG und den Sportverbänden des DTSB genutzt.

1979
Ab 15. März 1979 nahmen die Mitglieder der BSG Rotation 1950 ihren Trainings- und Spielbetrieb im "Stadion des Friedens" auf. Nach der Übergabe des Sportparks an den DTSB erhielt die BSG Rotation zwei Millionen Mark als finanzielle Entschädigung.

1989/1990
Politische Wende in der DDR - Deutsche Einheit am 3. Oktober 1990

Geschichte bis 2000

1990
Nach Auflösung des DTSB und der Gründung des NOFV musste die Frage nach der Zukunft der Sportschule beantwortet werden. Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) schloss mit der Stadt Leipzig einen Pachtvertrag ab und wurde Betreiber der Sportschule Leipzig.
Zuschüsse für Investitionen, Baumaßnahmen und Betriebskosten in Höhe von ca. fünf Mio. DM sicherten und erweiterten die Basis für den Nachwuchssport und die Arbeit von Vereinen und Verbänden an der Sportschule.

1995
Der Sächsische Fußball-Verband (SFV) übernahm vom NOFV die Sportschule Leipzig. Investitionen im Wert von ca. 18 Mio. DM schafften in Leipzig sehr gute Bedingungen für den Fußball und andere Sportarten. So baute der Sächsische Tennis-Verband (STV) auf dem Gelände der Sportschule eine Vier-Felder-Tennishalle und zwei Tennisplätze im Freien.
In der Tennishalle Abtnaundorf befindet sich bis heute das "Steffi-Graf-Nachwuchszentrum" des Sächsischen Tennis-Verbandes.

2000
In Leipzig finden anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in der Gründungsstadt zahlreiche Veranstaltungen statt. Die Sportschule Leipzig ist dabei Austragungsort der Pressekonferenz mit Egidius Braun, FIFA-Präsident Sepp Blatter und UEFA-Präsident Lennart Johansson sowie für das Jugend-Turnier in der Halle.

Geschichte bis heute

2001
Mit einem Festakt zum 25-jährigen Bestehen erhält die Sportschule den Zusatz "Egidius Braun" zu Ehren von Dr. h.c. Egidius Braun, dem Ehrenpräsidenten des DFB.

2005
Die deutsche und griechische Nationalmannschaft trainieren auf der Anlage in Vorbereitung auf den Confederations Cup.

2011
Am 15. Juni bezog die Frauen-Nationalmannschaft von Nordkorea an der Sportschule "Egidius Braun" ihr Quartier, um sich auf die anstehende FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland vorzubereiten.